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 Schwarzer Regen


Schwarzer Regen

 

 

 


 

30. Dezember 2009 

An jenem Tag war ich zuerst an einer Stelle, die sehr gut auf Huchen ist. Dort ist die Strömung ziemlich stark und so friert es dort selbst in langen Frostperioden nie zu. Am Grund liegen viele große Steine, die Strömungsschatten bieten. Es ging aber nichts, doch ich wollte endlich einen Fisch mit der neuen Angel fangen, damit ich euch wenigstens noch ein einziges Bild schicken kann, bevor die Saison zu Ende ist. Das Thermometer ist über Nacht von minus 3 auf 7 Grad über den Gefrierpunkt geklettert. Also optimale Voraussetzung für erfolgreiches Raubfischangeln. Zumindest auf Hecht und Huchen! 

Dreihundert Meter Flussabwärts von dem eben beschriebenen Huchenstandplatz, war die Tage zuvor noch eine geschlossene Eisdecke. Da ich gesehen hatte, dass das Eis weg ist, beschloss ich runter zu gehen. Der Fluss verläuft bis dort hin zunächst gerade, dann kommt eine Biegung nach links und am Ende dieser Biegung mündet ein kleiner Bach ein. Dort, wusste ich, stehen immer ein paar Kleinfische und wahrscheinlich auch der eine oder andere Räuber.

Dort angekommen überwarf ich die Bachmündung zuerst einige male von oberhalb in Richtung flussabwärts mit einem MAKAL in gelbgrün am Carolina Rig. - Nichts ging. - Dann bin ich auf Katzenpfoten über den Bach und warf Flussaufwärts parallel zum Ufer. Als ich den Gummifisch mit gleichmäßigem Zug herkurbelte, zwei drei Meter vor mir, sah ich dass ein Fisch folgte, ich dachte es wäre ein schöner Barsch, der aber wieder abdrehte. Noch mal so wie vorher ausgeworfen, Gummifisch schön hergekurbelt, Fisch nach geschwommen und zugepackt. Hing aber nicht. Ich konnte den Fisch nun besser sehen und dachte es wäre ein Döbel. Egal, dachte ich, Fisch ist Fisch, nur mein Köder war zu groß.Ich überlegte welche HART-Köder ich noch dabei hatte. Hatte aber nichts kleineres das passte. Drum hing ich einen Gummiwurm von Berkley in der Farbe Green Pumpkin dran. Nun wieder ausgeworfen, hergekurbelt wie vorher und gehakt! Ich war total überrascht, dass es eine Bachforelle war, die da am Haken hing. Es ist leicht möglich, dass sie aus einer natürlichen Population stammt.

Das Ufer war zunächst dicht bewachsen, bis zu einer Stelle an der es gut zwei Meter zurückspringt. In der Verlängerung der vorherigen Uferlinie liegt dort, vier fünf Meter nach dem Rücksprung, ein Felsbrocken im Wasser, der bis knapp unter die Oberfläche reicht. Es handelt sich praktisch um eine lang gezogene Bucht. Eine deutliche Strömungskante ist zu erkennen. An der Strömungskante ist das Wasser mindestens zwei Meter tief. In der Bucht läuft eine langsame Rückströmung und am Ende der Bucht befand sich noch etwas Randeis. Eine klassische Stelle, die förmlich nach Hecht roch. Eben ein typischer Winterstandplatz. Ich hatte wieder den MAKAL in gelb grün angehängt. Der erste Wurf brachte meinen Köder drei vier Meter hinter dem Felsbrocken ins Wasser. Ich ließ in bis zum Grund absinken und hob in dann mit der Rute an, gleichzeitig kurbelte ich langsam Schnur ein. Ich sah den Gummifisch, mit Hilfe der Polbrille herankommen. Und dann auch einen Hecht, als er auf halben Weg vor dem Felsbrocken meinen Köder attackierte. Was heißt attackiert. Er hat in voll eingesaugt, wie sich gleich herausstellen sollte. Vorher musste ich aber noch drei heftige fluchten parieren, was mit der „VIRUX“ überhaupt kein Problem darstellte. »Ich bin mit dieser Rute absolut zufrieden. Man kann den Makal in 13 cm mit 5 Gramm Blei auf dem Vorfach sehr gut werfen, also vom Wurfgewicht her bringt sie mehr als die angegebenen 7 Gramm und leichtere Köder sind sowieso kein Problem. Und man kann mit einer Hand, ohne weiteres bis zu 30 Meter werfen. « Als der 60er Hecht reif für die Landung war, wollte ich zunächst zum Kescher greifen, aber der Erdspieß für die Kamera, welchen ich zusammen mit dem Kescher in meinem Kescherköcher hatte, verfing sich im Keschernetz. » Ich hatte meinen kleinen Kescher nur dabei, da man verpflichtet ist einen mitzuführen. Ich benutze in nur im Notfall. Doch weil ich unbedingt noch ein weiteres Foto wollte, bin ich anscheinend etwas übervorsichtig gewesen und tat deshalb den Griff danach. « Da das nicht funktionierte, besann ich mich unmittelbar wieder auf das, was ich normalerweise machen würde. Ich stieg runter ins Wasser, packte das Bürschchen sicher hinterm Kopf und kletterte die Uferböschung auch gleich wieder hoch. Als nächstes den Haken lösen. Er steckte tief im Maul in einem Kiemenbogen. Ich musste mit der Löseschere durch einen Kiemendeckel gehen, um den Haken richtig zu greifen und der Haken ließ sich auch auf diese weise wunderbar lösen.  Die Stelle an der ich mich befand, machte einen sehr produktiven Eindruck.

Deshalb ging ich nur einige Schritte weiter, an einem kleinen Weidenbusch vorbei. Warf von dort zunächst wieder in Richtung des Felsblocks, rechts daran vorbei, um von dort beginnend den gesamten Bereich einmal abzufächern. Als ich meinen Köder am Felsblock vorbeizog, ziemlich genau an dem Punkt an welchem der Hecht vorhin anbiss, kam schon wieder eine Attacke. Dank der Polbrille sah ich einen Hecht mit derselben Größe, die der andere vorher hatte. Konnte ihn aber nicht haken. Dass es gleich so gut weiter geht hätte ich mir nicht zu träumen gewagt, aber es war so. Gleich noch ein paar würfe hinterher. Die brachten aber nichts.Aufgeben kam nun nicht in Frage. Ich sagte mir: „first localization than presentation“. „Mal sehen, ob sich da nichts findet, um den Kerl zum Anbiss zu verführen.“ Ich packte alles aus, was sich an Ködern in meiner Tasche befand. Zuerst schaute ich, was ich von HART dabei hatte. Mir fiel gleich das Päckchen, mit den „Absolut Worms“ von HART, ins Auge. So einer im Wacky style angeboten, könnte nicht schlecht sein. Es tat sich aber nichts. Gerne hätte ich einen der Wacky Worms, die Du mir geschickt hast, ausprobiert. Die lagen aber leider im Auto. Ein Päckchen großer Gummiwürmer von Lake Fork in gelb grün hatte ich dabei, doch auch damit erhielt ich keinen Biss. Dann startete ich noch einen Versuch mit einem Wobbler, ein Rapala Jointed im Barsch-Design, 13 cm lang. Ich warf in mitmeiner Huchenrute. Erst machte ich einige Würfe Richtung Flussmitte, dann einen an der Kante vom Randeis entlang. Biss! Schon wieder zappelte ein Hecht an der Angel, der aber höchstens 50 cm hatte. Mit der stabilen Huchenrute zog ich den Fisch einfach aufs Randeis.

Leider kamen dann drei Jäger, die sich auf der Hasenjagd befanden, von unten am Ufer entlang. Als einer davon anfing rum zuschießen und dann auch noch kräftiger Regen einsetzte, wurde es ungemütlich und ich machte mich zufrieden auf den Heimweg.

 

 

 

Angelerlebnisse zum Jahreswechsel 

Es müssten insgesamt um die 8 Tage gewesen sein, die ich nach Heilig Abend angeln war. Hab aber nur an einem Tag gefangen. Die anderen Tage hatte ich jedoch ein paar schöne Erlebnisse, über die ich auch gerne berichten möchte:

Am ersten Weihnachtsfeiertag fing ich morgens, kurz vor neun, zu angeln an. Gleich nach dem zweiten oder dritten Wurf hatte ich einen „Anschupser“ auf einen, dem MAKAL von HART sehr ähnlichen Soft Bait. Dem Javallon Monster 200, der große japanische Bruder vom MAKAL. Ich hatte noch was aufblitzen sehn. Wahrscheinlich war’s ein guter Hecht. Mehr war an dem Tag leider nicht los.

An einem anderen Tag bin ich am späten Nachmittag noch weg. Es war schon Dunkel, so um 6 Uhr abends, als ich im schwachen Gegenlicht sah, dass irgendetwas mit hoher Geschwindigkeit, von oben mit der Strömung kommend, die Wasseroberfläche durchschnitten hat. Zehn Sekunden später explodierte förmlich das Wasser in der Flussmitte. Ein Huchen hatte seine Beute, von oberhalb meines Standplatzes flussabwärts auf Höhe von mir getrieben.

Der Verfolger hatte dem gejagten wohl den Weg abgeschnitten. Das ist übrigens eine typische Jagdtaktik der Huchen. Als der Beutefisch seine Richtung wieder gegen die Strömung einschlug, um zu entkommen, nutzte der Jäger seine Chance zuzuschlagen und durchbrach dabei die Wasseroberfläche. Mir blieb in diesem Moment fast das Herz stehen.

Er dürfte über 80 cm gehabt haben. Eine halbe Stunde durchpflügte ich noch die Stelle, mit verschiedenen Ködern, jedoch ohne einen einzigen Biss zu bekommen.  

Am Silvestertag war ich um 11 Uhr vormittags ausgerückt, wollte eigentlich Hechte fangen, aber es hat am Tag zuvor viel geregnet, wodurch das Wasser extrem trüb war. Zu trüb für einen Erfolgreichen Angeltag. Da ging nichts auf Hecht. Ich fuhr aber noch zu einer guten Stelle, wo man oft einen Huchen rauben sieht, um dem ein paar Würfe zu widmen. Tatsächlich konnte ich ihn auf seinem Beutezug beobachten.

Aufgrund der dortigen Gegebenheiten tritt dieser Huchen aber anders in Erscheinung: An der besagten Stelle ist am Ufer ein etwa zwei Meter breiter Flachwasserstreifen, an dem der Fluss zu einer tiefen Rinne abfällt. Es stehen dort immer viele Köderfische. Wenn er dann die Kante entlang durch den Fischschwarm jagt, spritzen die Fische meistens auf ungefähr fünf Meter breite und zwanzig Meter Länge auseinander. Das macht er zwei drei Mal innerhalb einer Stunde.

Man wird beinah wahnsinnig, wenn man das sieht. Aber egal welchen Köder man auch anbietet, der beißt nicht an. » Wenn der mal anbeißt, dann nur, weil etwas sehr seltsam ist und diese Stunde schlägt irgendwann. Hoffentlich, wenn mein Köder an dieser Stelle ist!« Am folgenden Tag ging ich noch einmal zu dieser Stelle und ich erlebte dasselbe Schauspiel, wie am Vortag.

  

 

 

 

Hallo zusammen!

 

Endlich ist bei mir am Schwarzen Regen die Raubfischsaison eröffnet! 

Erster Juni und das Wetter war so, dass ich beinahe zu Hause geblieben wäre, aber dann bin ich abends um sechs Uhr doch noch ausgerückt.  

Zum heimatlichen Saisonauftakt konnte ich diesen Hecht landen, der an meiner leichten Barschrute einen fantastischen Kampf lieferte.  

Ein paar Minuten vorm Anbiss ist mir am Ufer ein verdächtiger Schwall aufgefallen, wobei ich zwar schon an einen Hecht dachte, aber nicht an einen dieser Größe und deshalb hab ich in aller Ruhe mit der leichtesten meiner Ruten weiter gefischt. Die Rolle ist mit nur 0,17er monofiler Schnur bespult. Als Köder hatte ich einen kleinen Spinner dran, mit dem ich eigentlich Barsche aufspüren wollte.  

Mit den Barschen ist’s nichts geworden, aber ein Hecht mit 82 cm Länge und 8 Pfund ist, wie’s scheint, leichter zu fangen! 

Viele Grüße, 

Peter 

Man nennt mich auch den Fischflüsterer!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Juni 2010

 

Hallo! 

Hab mir heute als Tagesziel vorgenommen einen Barsch zu fangen!  

Na ja, was soll ich sagen: Tagesziel erreicht! 

Hab morgens um fünf angefangen zu angeln. Hatte dann nach zwei Stunden einen 50er Hecht auf einen „The Gummy“ von Hart. Nachmittags bekam ich dann endlich zwei „Bärschlein“ auf Spinner. Um 17.00 Uhr war ich am vierten Spot des Tages und konnte dort auf den zweiten Wurf diesen Wunderschönen Barsch ins Boot bringen. 

Die Wasserkonditionen waren extrem: Hochwasser mit Sichtigkeit gleich Null und für einen Stausee härteste Strömung. Nur an wenigen Stellen, die weit abseits von der Hauptströmung gelegen waren, konnte man seinen Köder im Wasser sehen. Diese Stellen hatte ich zuerst gesucht.

Den Barsch fing ich aber auf, ich möchte schon sagen klassischste Art und Weise, am Rand der Strömung zwischen zwei versunkenen Bäumen, mit einem gelben Gummifisch, einem Kopyto, mit 12 cm Länge.  

Petri Heil! 

Peter 

Man nennt mich auch den Fischflüsterer!

 

 

 

 

  

 

 

 

2.Juli 2010 

Hallo Leute! 

Ich war seit meiner letzten Nachricht zwischendurch für zwei Wochen in Spanien um zu arbeiten. Dort hatte ich nebenbei vor, endlich mal einen Lachs zu fangen. Wegen sehr schlimmer Hochwässer war das diesmal leider wieder nicht möglich.

Zuvor war ich noch einmal bei mir am Schwarzen Regen angeln. Fänge gab es an diesem Tag keine zu verbuchen, aber zumindest hatte ich drei Anbisse. Wovon einer nach Zander hersah, die anderen beiden kamen von einem Hecht. 

Von Spanien bin ich vergangenen Samstag in der Nacht zurückgekehrt. Am Morgen danach war das alljährliche Vereinsinterne Hegefischen, bei dem ich selbstverständlich dabei war. Dass ich dabei nichts gefangen hatte möchte ich darauf zurückführen, dass ich kaum geschlafen hatte und auch keine Zeit hatte mich vorzubereiten. (Ihr müsst es mir wirklich glauben, ich kann überhaupt nichts dafür! ☺☺☺☺)  

Nun, dafür bin ich heute rehabilitiert. Heute Morgen fing ich zwei maßige Zander. Der Eine oder Andere wird denken, dass das nichts Besonderes ist, aber Zander werden bei mir am Schwarzen Regen nur sehr selten gefangen und deshalb wird über den Bestand sehr spekuliert. Ich tendiere zu der Meinung, der Zanderbestand ist wesentlich besser wie alle denken. Ich muss nur genügend Zander fangen, um den Beweis zu erbringen. Vor zwanzig Jahren fing ich meinen ersten Zander. Der war damals 60 cm lang. Seit dem hatte ich immer wieder mal von Zanderfängen gehört und auch selbst welche gefangen und obwohl ich meistens meine Zielrichtung auf Zander setze waren Jahre dabei wo ich keinen einzigen zu Gesicht bekam. Wenn ich dann ab und an mal von Fängen hörte die an die Metergrenze heran gingen, dann hat mich das schon sehr nachdenklich gestimmt ebenso wie die Geschichte von einem Bekannten, der an einem Sommernachmittag zwanzig Zander gefangen haben will. Das sind jedoch äußerst seltene Fälle und ich vermute unser Problem dabei ist, dass wir hier alle zu wenig über Zanderangeln wissen. 

Ich bin jedenfalls meinem Zielfisch Nummer Eins  auf der Spur.  

Übrigens ging der erste Zander um 7.15 Uhr auf einen Wobbler (9er Rapala Shad Rap Shallow) und der andere genau zwei Stunden später auf einen weißen Sandra Twister. Außerdem hatte ich auf den gleichen Twister noch einen Hechtbiss und zwei weitere Hechtbisse auf Gummifisch. Die konnte ich nur leider nicht verwandeln. Momentan ist es, glaub ich, egal was man anbietet. Hauptsache die Größe stimmt und die Köderführung ist schnell. 

Petri Heil!  

Peter  

Man nennt mich auch den Fischflüsterer!

 

 

 

 

 

 

 

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